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Vordenken für unsere Kunden

30. Juni 2016: Das Haus der Dokumente wird offiziell eröffnet. Die Geschichte der Unternehmen, die dort jetzt neue Ideen entwickeln, neue Wege gehen, reicht weiter zurück – bis in die Zeit, als es noch Zwiebelfische und Schusterjungen gab, die Menschen quadräteln und krätzen und es täglich mit Leichen und Fliegenköpfen zu tun hatten.

1960: In diesem Jahr (in dem das erste Mal Laserlicht mit einem Rubin-Laser erzeugt wird), wird in Bremen die Druckerei Bomhoff gegründet. Es ist noch die Zeit von Bleisatz, Lithografie und viel, viel Handarbeit bei der Erstellung von Druckvorlagen. Der Offsetdruck setzt sich aber langsam durch, „digital“ ist aber noch ein Fremdwort. Das ändert sich im Laufe der Jahrzehnte – 1971 gibt es die erste DIN-Richtlinie für die Europäische Farbskala für den Offsetdruck, Bildschirmterminals verdrängen den Bleisatz, Mitte der 1980er beginnt das Zeitalter des „Desktop Publishing“.


Für Bomhoff bedeutet das: Neue Wege mit dem Kunden gehen, neue Technologien einsetzen, Chancen wahrnehmen. Das Unternehmen wandelt sich über die Jahrzehnte von der klassischen Druckerei zum Dienstleister rund um Druck, Kopie, Scan und Weiterverarbeitung.


Auf diesem Weg begleitet das Unternehmen bald ein Dienstleister aus Bremen – die COMKOPIE B. Sie wird im Oktober 1993 von Wilfried Vogelpohl (Leitung Technik) und Claus Ulbrich (Geschäftsführung) gegründet. Das Unternehmen wächst schnell, 1997 kommt die COMKOPIE X als Schwesterunternehmen hinzu. Sie übernimmt für den nordwestdeutschen Raum die Vertriebs- und Servicerechte von der XEROX Deutschland GmbH.


Die Gründer der COMKOPIE merken schnell: Digitale Technologien werden immer wichtiger, das richtige Zusammenspiel von Hard- und Software ist entscheidend für die Kunden. 1999 gründen sie daher die Tochtergesellschaft teampoint COMKOPIE, bauen eine eigenständige, professionelle EDV-Kompetenz für den grafischen Anwendermarkt auf – inklusive der Zertifizierung zum autorisierten Apple-Servicepartner.


Eine Zertifizierung, die auch die Kunckel EDV aufweisen kann. Seit 1991 hat sich das Unternehmen auf den grafischen Markt mit seinen komplexen Anwendungen spezialisiert, erweitert sein Portfolio um Netzwerk-Service für PC/Windows und IP-Telefon-Anlagen. Zusätzlich hilft der IT-Anbieter Unternehmen dabei, grafische Daten elektronisch zu verwalten („Brand Asset Management“).


Fünf Unternehmen, die eines gemeinsam haben: Service, Ideen, Kompetenz rund um das Thema „Dokument“ – ob gedruckt auf Papier, Bannerstoff, Folie oder digital als Datei.


Die Auflösung der Fachbegriffe, die heute wohl kaum noch jemand kennt:

- Zwiebelfisch: Ein einzelner Buchstabe, der in einer anderen Schriftart als der restliche Text gesetzt wurde.

- Schusterjunge: Ist die erste Zeile eines Absatzes, die als letzte Zeile auf einer Seite oder in einer Spalte steht.

- Quadräteln: Würfelspiel der Setzer mit „Gevierten“, einer quadratischen nicht druckenden Fläche im Bleisatz

- Krätzen: Die Rückgewinnung des Bleis aus ausgedruckten Bleisatz-Gußzeilen

- Leichen: Ein fehlender Buchstabe oder ein fehlendes Wort im gedruckten Text (soll auch heute noch vorkommen...)

- Fliegenköpfe: Falsches Zeichen im Text, meist kopfstehend

Zeitleiste der Unternehmen

1960

Gründung der Druckerei Bomhoff in Bremen.

1991

Gründung von Kunckel EDV in Bremen.

1993

Gründung der COMKOPIE B in Bremen durch Claus Ulbrich und Wilfried Vogelpohl.

1997

COMKOPIE X übernimmt die Vertriebs- und Servicerechte von der XEROX Deutschland GmbH für den nordwest-deutschen Raum.

1999

Gründung der Tochtergesellschaft teampoint COMKOPIE in Bremen.

2011

Firmengründer Claus Ulbrich tritt in den Ruhestand. Bernd Flock übernimmt als Geschäftsführender Gesellschafter die Unternehmensgruppe.

2015

Zum Ende des Jahres verschmelzen die  Kunckel EDV aus Bremen und die teampoint COMKOPIE  zur kunckel teampoint. 

2016

30. Juni: Das „Haus der Dokumente“ wird offiziell eröffnet

 

Zeitleiste der Technik

1938: Der amerikanische Physiker und Patentanwalt Carlson Chester erfindet den Kopierer. Er nennt es „Xerographie“ - aus den griechischen Wörtern "xeros" für trocken und "graphein" für schreiben // 1949: Der erste Kopierer kommt auf den Markt – wird aber nicht zum Verkaufsschlager: Für eine Kopie benötigt man noch 39 Schritte und mehrere Minuten // 1959: Xerox entwickelt mit dem Modell „914“ den ersten automatischen SW-Kopierer, der pro Minute sechs Kopien vollautomatisch erstellen kann. Das Gerät Xerox 914 wird allerdings nicht verkauft, sondern vermietet: Mit kleinen Zählern an den Geräten wird die Anzahl der monatlichen Kopien registriert // 1969: Auf der technischen Basis des Kopierers beginnt die Entwicklung von Laserdruckern. 1977 ist die Technik marktreif – allerdings zum Stückpreis von (damals) einer Million Mark // 1979: Am 1. Januar stellt die Deutsche Bundespost einen neuen Dienst zur Verfügung: den „Telefonkopier-Fernkopierdienst“. Heute nennt man es kurz „Fax“ // 1984: Der erste Tintenstrahldrucker für den Heimeinsatz kommt auf den Markt // 1985: Mit „Ventura Publisher“ und „PageMaker“ kommen die ersten DTP-Programme auf den Markt, 1987 folgt „QuarkXPress“ // 1990: Das Internet wird für die kommerzielle Nutzung freigegeben // 1992: Printprodukte werden fast ausschließlich im Rahmen von DTP produziert // 1993: Adobe veröffentlicht die Version 1.0 vom „Acrobat Reader“ – der technische Siegeszug der pdf-Datei beginnt // ca. 2003: Die ersten Multifunktionsgeräte kommen auf den Markt (drucken, kopieren, faxen, scannen) // 2007: Digital gedruckte Fotobücher erobern den Markt und verdrängen klassische Fotoabzüge. Mit dem iPhone von Apple erscheint das erste Mobiltelefon mit Touchscreen // 2014: Pro Tag werden in Europa, dem Mittlerer Osten und Afrika drei Milliarden DIN A4-Seiten ausgedruckt – das hat das Marktforschungsunternehmen IDC ermittelt. Weltweit schätzt IDC die Zahl der Kopien, Faxe und Ausdrucke auf 3,1 Billionen Seiten.

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